Naila-Studie:
In der oberfränkischen Stadt Naila wurden im Juli 2004 die ersten Ergebnisse
einer Studie der dort ansässigen Hausärzte vorgestellt. Die Studie untersuchte
die Auswirkungen des seit 1993 in der Stadt installierten Mobilfunksendemastes
auf die Krebshäufigkeit der Bevölkerung. Die Präsentation
von Herrn Dr. Horst Eger in der Frankenhalle in Naila sorgte für einiges
Aufsehen, da im Zeitraum von fünf bis zehn Jahren nach Errichtung des Mastes
eine dreifach erhöhte Krebsrate in einem Umkreis von 400m um die Sendeanlage
im Vergleich zur Bevölkerung, die außerhalb dieser 400m-Zone wohnte, festzustellen
war. Es handelt sich hierbei um ein statistisch signifikantes Ergebnis,
welches einer persönlichen Mitteilung von Herrn Dr. Eger zufolge sich nicht
durch andere Faktoren als durch den Mobilfunkmast und die davon ausgesendete
elektromagnetische Strahlung erklären lässt. Herr Prof. Frentzel-Beyme
von der Universität Bremen begutachtete die Studie und empfahl der Stadt
Naila, dass die Sendeanlage umgehend abzuschalten sei in Hinblick auf den
Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Der Bürgermeister und der Stadtrat
von Naila gaben daraufhin eine Presseerklärung
ab und verabschiedeten eine Petition an die Bundesregierung und das Europäische Parlament.
Die Studie wurde inzwischen veröffentlicht in der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesundheit.